QUILB
QUILB – Qualitätsinitiative Lernbeeinträchtigung – Förderung von Basiskompetenzen und Erreichen von Mindeststandards
Rund ein Viertel aller Schüler:innen verfehlt die Mindeststandards in den grundlegenden Kompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen. Besonders betroffen sind dabei Schüler:innen mit Lernbeeinträchtigungen. Zudem ist der Bildungserfolg in Deutschland weiterhin stark von der sozialen Herkunft abhängig, weshalb ein besonderer Bedarf an systematischer Förderung von leistungsschwächerer Lernender besteht.
Das kooperative Transferprojekt „Qualitätsinitiative Lernbeeinträchtigungen“ (QUILB) verfolgt daher die folgenden mittel- bis langfristigen Ziele: 1) Förderung der Basiskompetenzen von Schüler:innen in Deutsch und Mathematik, 2) Erhöhung des Anteils der Schüler:innen, die Mindeststandards erreichen, 3) Verringerung des sozialen Bildungsgradienten (Steigerung der Bildungsgerechtigkeit), 4) Unterstützung der Rückführung von Förderschüler:innen in inklusive Schulen.
In der aktuellen Projektphase liegt der Schwerpunkt auf der Förderung der Lesekompetenz. In späteren Phasen sollen zudem die Bereiche Schreiben und Rechnen einbezogen werden.
Das Projekt zeichnet sich durch eine enge Kooperation zwischen Universität und Schule aus, in welcher empirische und theoretische Erkenntnisse kontinuierlich mit schulpraktischen Überlegungen verknüpft werden. Projektpartner sind zwölf Startchancen-Förderschulen aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf.
Konkret werden im Projekt in den einzelnen Schulen sog. Multiplikator:innenteams gebildet. Diese Teams arbeiten mit der Universität an Diagnostik- und Fördermethoden in einem iterativen Prozess, der wie folgt aufgebaut ist:
- Gemeinsame Evaluation der Methoden hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit sowie Identifikation von Optimierungsbedarfen
- Überarbeitung und Weiterentwicklung der Methoden durch die Universität
- Gemeinsame Evaluation der überarbeiteten Methoden
Dieser iterative Prozess aus Bedarfsanalyse und Reflexion sowie anschließender Anpassung und Optimierung (Konzeptionsphase) wird so lange fortgeführt, bis alle Beteiligten die Ergebnisse freigeben. Nach der Freigabe werden die Multiplikator:innen durch die Universität weiterqualifiziert (Qualifizierungsphase), sodass die Multiplikator:innen Fortbildungen zu den Methoden in ihren Schulen durchführen können.
Projektleitung
Prof. Dr. Michael Grosche
Dr. Jacquelin Kluge Brück
Projektmitarbeiterin (Universität Wuppertal)
Svena Steinbrecher
Kooperationspartner:innen
Zwölf Förderschulen aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf
Finanzierung
Die teilnehmenden Förderschulen finanzieren das Projekt über ihr Startchancen-Budget.
Laufzeit
seit 01/06/2026